Die Decarboxylierung ist der entscheidende Umwandlungsschritt, der aus den inaktiven Säureformen der Cannabinoide ihre wirksamen Gegenstücke macht. Durch Hitze – beim Rauchen, Verdampfen, Backen oder Erwärmen – wird jeweils ein Kohlendioxid-Molekül abgespalten, und aus den Säuren entstehen die eigentlichen Wirkstoffe: aus THCA das Tetrahydrocannabinol, aus CBDA das Cannabidiol, aus CBCA das Cannabichromen und aus CBGA das Cannabigerol – die „Mutter" der anderen drei, aus der sie biosynthetisch überhaupt erst hervorgehen. Erst in dieser aktivierten Form entfalten sie im Körper ihre Wirkung, deren weiteren Weg dann die Pharmakokinetik beschreibt. Ohne Decarboxylierung bliebe selbst wirkstoffreiches Cannabis weitgehend wirkungslos.
Decarboxylierung
Biologie
Verwandte Begriffe
- Tetrahydrocannabinol — Biologie
- Cannabidiol — Biologie
- Cannabichromen — Biologie
- Pharmakokinetik — Medizin
- Cannabigerol — Biologie