Mythologie · Wissenskarte

Medizin

Medizin

So alt die Heilpflanze ist, so jung ist ihre wissenschaftliche Vermessung. Die Medizin betrachtet Cannabis nüchtern als Arzneistoff und stellt dabei drei Grundfragen. Die erste beantwortet die Pharmakologie: Wie wirken die Inhaltsstoffe im Körper, an welchen Rezeptoren docken sie an, und wie werden sie aufgenommen, verteilt und wieder abgebaut? Die zweite Frage – wem das überhaupt nützt – klärt die Indikation, die geordnete Landkarte jener Beschwerden, bei denen ein therapeutischer Nutzen belegt oder zumindest plausibel ist: von chronischen Schmerzen über neurologische Leiden bis zu psychiatrischen Anwendungen. Die dritte, ebenso wichtige Frage lautet: Wem schadet es womöglich? Ihr widmen sich die Kontraindikationen, jene Umstände und Vorerkrankungen, bei denen von einer Anwendung abgeraten oder sie zumindest streng abgewogen werden muss. Erst alle drei zusammen – Wirkung, Anwendungsgebiet und Grenzen – machen aus einer Pflanze ein verantwortbares Medikament.

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