Das Alter ist als relative Kontraindikation weniger eine Frage von „jung oder alt" als eine Frage der Hirnreife. Das Gehirn – besonders der für Impulskontrolle, Planung und Urteilsvermögen zuständige präfrontale Cortex – entwickelt sich bis etwa zum 25. Lebensjahr weiter. Konsum in dieser sensiblen Phase, vor allem zwischen 16 und 21 Jahren, kann in diese Reifung eingreifen und ist mit erhöhten Risiken für Konzentration, Gedächtnis, Abhängigkeit und – bei entsprechender Veranlagung – Psychosen verbunden. Genau hier liegt der Kern des Jugendschutzes und der gesetzlichen Altersgrenzen. Am anderen Ende der Lebensspanne verschieben sich mit steigendem Alter Stoffwechsel und Empfindlichkeit erneut, sodass ältere Menschen oft schon auf kleinere Dosen reagieren. Vorsicht ist also an beiden Enden geboten – am deutlichsten aber beim noch heranreifenden Gehirn.
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