Anders als bei den absoluten Verboten verlangen relative Kontraindikationen eine Abwägung im Einzelfall – der Nutzen kann das Risiko hier durchaus aufwiegen. Eine Suchtanamnese etwa erhöht die Wahrscheinlichkeit eines problematischen Konsums, schließt eine Therapie aber nicht zwingend aus. Ähnlich vorsichtig geht man bei Leber- oder Niereninsuffizienz vor, weil diese Organe die Cannabinoide abbauen und ausscheiden müssen; auch chronische Lebererkrankungen verlangen eine engmaschige Dosisanpassung. Und nicht zuletzt spielt das Alter eine Rolle – vor allem, weil das jugendliche Gehirn bis in die Mitte der Zwanziger heranreift und in dieser Zeit besonders empfindlich reagiert, aber auch, weil sich im hohen Alter Stoffwechsel und Verträglichkeit erneut verändern.
Relative
Medizin
Verwandte Begriffe
- Suchtanamnese — Medizin
- Leber- oder Niereninsuffizienz — Medizin
- chronische Lebererkrankungen — Medizin
- Alter — Medizin