Das Gilgamesch-Epos ist eine mesopotamische Verserzählung, die auf Tontafeln in Keilschrift überliefert ist und als ältestes großes Epos der Weltliteratur gilt. Im Zentrum steht die Freundschaft zwischen dem König Gilgamesch und dem wild aufgewachsenen Enkidu, die gemeinsam Abenteuer bestehen, bis der Tod ihre Verbindung zerreißt.
Dieser Verlust treibt die Erzählung in ihren zweiten, existenzielleren Teil: die vergebliche Suche nach Unsterblichkeit, mit der Gilgamesch dem eigenen Sterben zu entkommen versucht. Am Ende steht keine Erlösung vom Tod, sondern die Einsicht, dass bleibendes Werk der einzige Weg ist, den Menschen offensteht.