Die keltische Mythologie der britischen Inseln und Irlands ist vor allem durch mittelalterliche Handschriften überliefert, in denen ältere mündliche Sagentradition weiterlebt. Im Zentrum stehen Heldenfiguren wie Cú Chulainn, dessen Kampfeswut und Schicksal ganze Zyklen der irischen Erzähltradition prägen. Eng damit verwoben ist die Vorstellung einer Anderswelt: einer jenseitigen Ebene voller Feen und Götter, die der diesseitigen Welt nicht fern, sondern unmittelbar benachbart ist.
Statt eines geschlossenen Pantheons kennt die Überlieferung viele regionale Göttergestalten und Ortsgeister, oft gebunden an Landschaften, Flüsse oder Jahreszeiten.